Wo die Wurzeln des Christentums liegen

  Hier haben sich in der Geschichte alle drei monotheistischen Religionen geballt. Obwohl die Quelle des Christentums Israel ist, verwurzelte sich die Religion in Kleinasien (also der heutigen Türkei). Die Geografie und Geschichte von Anatolien hat die neue Religion umarmt. Wenn sie die Bibel lesen, die Apostelgeschichte, Galaterbrief oder die Johannes Offenbarung, werden sie Schritt auf Schritt in Kleinasien reisen. So wird eine Reise durch diesen Teil der Erde zu einer Art Pilgerreise im materiellen wie im geistlichen Sinn. Viele historische Stätten der Türkei sind aber mehr als nur Zeugnisse alter Kulturen. Die Stätten Kleinasiens standen in der Entwicklung und Ausbreitung des frühen Christentums im Mittelpunkt.
  In Antiochia am Orontes, der heutigen Grosstadt Antakya, wurden die Anhänger des Evangelium erstmals Christen genannt. Ephesus, im Westen Kleinasiens, war Zentrum der Wirksamkeit des Apostels Paulus. In Troas, an den Dardanellen, erreichte den Völkerapostel der Ruf nach Griechenland. Die drei Missionsreisen führten Paulus und seine Begleiter durch Inneranatolien, der Galaterbrief ist ein lebendiges Zeugnis der Verbundenheit des Apostels mit den Gemeinden dieser Region.
  Auch die Empfänger der sieben Sendschreiben in der Offenbarung des Johannes waren Gemeinden im Westen Kleinasien. Über die Lehre der Kirche und das Leben der Christen berieten die Konzile in der frühen Christenheit. Die sieben ökumenischen Konzile fanden in Kleinasien statt. Die Trennung der Ost - und Westkirche wurde im ehemaligen Konstantinopel vollzogen. Der Brief an Kolosser und der Philemonbrief geben Einblick in die Anfänge des Christentums. Auch wurde hier der Bischof Nikolaus im 4Jh. geboren, wie aber auch Paulus in Tarsus Ist Kleinasien, wie wir vereinfachend unser Reiseland Türkei nennen wollen, nicht, aber es ist ein hochgradig biblisch-theologisches Land.
  Warum sollte man in die Türkei reisen; Weil man Vorort mehr über die Herkunft der Religion erfahren und auch fühlen kann, wie schwer es war, sich damals als Monotheist zu behaupten. Man sollte sich gegenseitig die Hände reichen und in die Ur-Pilgerstätte des Christentums reisen. Gründe über Gründe, als Christ die Türkei zu bereisen - um mehr über christliche Wurzeln zu erfahren und die Auseinandersetzungen nachzuempfinden, denen sich die junge Kirche stellen musste.
   Das Neue Testament spricht häufig von "Griechen". Manchmal sind damit einfach Nichtjuden gemeint, auch "Heiden"genannt, oder aber griechisch sprechende Menschen aus römischem Gebiet. Die Erzählungen des Neuen Testament spielen kaum in Griechenland, sondern in Kleinasien, der heutigen Türkei. Nur wenige Berichte, wie etwa der Korintherbrief,beziehen sich dabei auf Gemeinden im Gebiet des heutigen Griechenland. Jedenfalls begegnen im Neuen Testament inklusive der Paulinischen Anlaufstellen 35 geographische Bezeichnungen innerhalb der Grenzen der heutigen Türkei: 12 Landschaften und 23 Städte.
  In der Hinsicht ist nur Palästina "biblischer"...
  Sie werden durch faszinierende Landschaften zu Städte, die verfallen sind, kommen, die in dem Augenblick zu Leben erwecket werden, wenn wir die Geschichten hören. Ein Streifzug durch die Welt, -Religions, -Kultur und Kunstgeschicht. Wir begegnen auf diesem Wege Spuren der Vergangenheit Alexander Grossen, Hannibal, Paulus, Friedrich Barbarossa und vielen andere. Auch die reiche Kultur der Griechen und der Römer begleitet uns auf dem Weg durch dieses Land.Alle drei monotheistischen Weltreligionen werden sich hier treffen.
  Und zu guter Letzt hat auch die heutige Türkei dem Besucher eine Menge zu bieten: Grossartige Landschaften, Ruinen von 38 Hochkulturen, herrliche Küsten, bunte Märkte und vor allem traditionelle gastfreundliche Bevölkerung.