Die
internationalen Beziehungen sind heutzutage ständigen Hochs und Tiefs
ausgesetzt; Medien jagen nach Spektakeln, sind aber weniger an ernsten
Hintergrundinformationen interessiert. Ein aus Schlagzeilen zusammengesetztes
Bild eines Landes kann gerade diese Tage sehr irreführend sein, die
Realität in ihrer Gesamtheit zu begreifen. Im Informationszeitalter
ist lückenlose Aufklärung gefordert. Gleichzeitig ist die Berichterstattung
eine andere geworden: Kein Attentat, kein Entführungsfall, kein Touristenmord,
ohne dass Fernsehsender dieses bringen. Keine Explosion bleibt unerwähnt,
kein noch so kleines Flugzeug stürzt ab, ohne das, dahinter ein Terroranschlag
vermutet wird, Einschaltquoten und Auflagen werden heute über Sensationsmeldungen
und persönliche Schicksale gemacht. Während das Geschäft
mit der Angst blüht, durchlebt die Reisebranche eine ihrer schwersten
Krisen Es wird oft verkannt bzw. Gerne übersehen, dass die Demokratie
in der Türkei eine kräftige, alte Tradition hat; dass die Begriffe
Selbstkritik und Toleranz hohen Stellenwert und großen Anwendungsbereich
haben; Eine Reise kann unter anderem eine gute Gelegenheit werden, festzustellen
dass die Vorurteile nicht immer richtig sind! Das Risiko aber, während
einer Auslandsreise ums Leben zu kommen, ist heute auch nicht höher
als früher. In den siebziger Jahren gingen verheerende Bombenattentate,
Flugzeugentführungen und Anschläge auf Flughäfen auf das
Konto der internationalen Terrorszene. Damals gab es nicht weniger Terror,
aber bei uns nur drei Fernsehsender und eine Hand voll Radiostationen.
Und die Presse war mit den Vorfällen im eigenen Land beschäftigt.
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